Violence Prevention Network arbeitet seit 2001 erfolgreich im Bereich der Verringerung von vorurteilsmotivierten schweren und schwersten Gewalttaten von Jugendlichen. Die Arbeit wendet sich sowohl an fundamentalistisch gefährdete Jugendliche mit Migrationshintergrund als auch an rechtsextrem gefährdete Jugendliche. Im Rahmen des Programms „Verantwortung übernehmen – Abschied von Hass und Gewalt“ bearbeiten erfahrene Pädagogen/innen und Trainer/innen Tatmotivation und Vorurteile zusammen mit den jugendlichen Straftätern während ihres Gefängnisaufenthalts und können so gezielt und effektiv eine Verhaltensveränderung herbeiführen.
Ziel des Programms ist es, vorurteilsmotivierte Straftaten von Jugendlichen zu reduzieren und Wiederholung und Rückfall zu verhindern. Im Rahmen eines freiwilligen pädagogischen Gruppentrainings in der Haft und eines gezielten Einzelcoachings nach der Haftentlassung erreichen die jugendlichen Gewaltstraftäter gemeinsam mit den Trainern ein straffreies Leben durch selbstverantwortliche Lebensführung und Distanz zu menschenverachtenden Ideologien und Handlungen.
Das Programm durchbricht mit hinterfragenden und demütigungsfreien Methoden die vordergründigen Rechtfertigungen für Hass und Gewalt und versetzt die Jugendlichen in die Lage, die Verantwortung für Ihr eigenes Handeln zu übernehmen. Die durch jahrelange Entwicklungsarbeit, Praxiserprobung und externe Evaluation entwickelte Methode der Verantwortungspädagogik© umfasst neben dem Training in Haft auch eine Begleitung der Jugendlichen nach der Haftentlassung. Bereits seit sieben Jahren wird dieser Ansatz mit Erfolg in mittlerweile sieben Bundesländern umgesetzt.

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Kommentare
Eine Frage
Arbeitet bei diesem Projekt "Verantwortung übernehmen - Abschied von Hass und Gewalt" auch eine Frau Margitta-Sybille Fahr mit? Wenn ja, würde ich meinen Kommentar abgeben.